Behandlung
Terminvereinbarung
Sie haben verschiedene Möglichkeiten mit der Praxis
in Kontakt zu treten - telefonisch, per Fax oder per eMail praxis at hochbein-kassel.de.

Noch einmal kurz erwähnt:
1. über das Telefon (entweder Anrufbeantworter oder
    direkt über eine Anrufweiterschaltung)
2. über einen Faxanschluss (selten an)
3. über das Ausfüllen und Abschicken eines Formulars (siehe unter "Kontakt")
    via Internet.

Wenn Sie sich persönlich für ein Erstgespräch

entschieden haben, dann kann mit der Praxis ein
Termin vereinbart werden. Falls der Termin abgesagt
werden muss, dann wäre es von Vorteil, dies mitzuteilen
und gleich einen neuen Termin zu vereinbaren.
Für den ersten Besuch brauchen Sie nur Ihre
Krankenversicherungskarte.

Erstgespräch
Im Erstgespräch geht es zum einen darum, sich ein Stück
kennenzulernen, sich gesehen zu haben, einen Eindruck
zu bekommen - mit dem Sie später die Entscheidung
treffen, eine professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen -
zum anderen wird der erste Blick auf das Warum geworfen,
einen ärztlichen Psychotherapeuten aufgesucht zu haben.
Die Gründe mögen vielfältig sein, in der Fachsprache
heißt es, Abklärung der Indikation für eine bevorstehende        > Indikation
Behandlung. Grundlage einer solchen ärztlichen Maßnahme
ist die Erstellung einer Anamnese, die einen besonderen           > Anamnese
und einen allgemeinen Gesichtspunkt beinhaltet. Der be-
sondere Gesichtspunkt ist mit der Gegenwart verbunden,
der allgemeine mit der Vergangenheit. Die augenblickliche
psychosoziale Situation des Patienten steht zunächst im
Vordergrund des therapeutischen Blickwinkels, hier wird
gesammelt, was der Fachmann in einem psychosomatischen    > Psychosomatik
Befund darstellt, in dem sowohl körperliche als auch
psychische Symptome herausgefunden werden. Der Über-
gang in den allgemeinen Blickwinkel ist fließend, in einer
Art rückwärtiger Bewegung werden Erinnerungen wach,
es sind sogenannte Deckerinnerungen aus der Kindheit,            > Deckerinnerung

und solche Deckphänomene bilden den Zugang zum

Behandlungsfokus, sie erschließen und vervollständigen
den allgemeinen Gesichtspunkt der Anamnese.

Abschluss der Vorgeschichte
Wenn die Vorgeschichte soweit abgeschlossen ist - wobei
Ergänzungen jederzeit nachgetragen werden - dann müsste

die Frage geklärt werden, wie die ärztliche Hilfe aussehen
könnte. Der Rahmen ärztlicher Hilfe erstreckt sich in einer
Beratung, Erstellung eines Gutachtens, Gabe von Medi-

kamenten - aber im Vordergrund steht natürlich die

psychotherapeutische Behandlung.

Probatorische Sitzungen
In den meisten Fällen wird eine tiefenpsychologische Einzel-
behandlung angestrebt, die Behandlungsmethode ist                > Behandlungsmethoden
psychoanalytisch ausgerichtet, allerdings nicht "klassisch"
sondern "psychoanalytisch orientiert"; und solche proba-
torischen Sitzungen sind die üblichen Vorbereitungen entweder
für eine KZT (Kurzzeittherapie) oder für eine LZT, die
80-100 Behandlungsstunden umfassen kann. Unterschieden
wird in Sonderformen der tiefenpsychologisch fundierten
Psychotherapie, in Kurztherapie, Fokaltherapie, dynamische
Psychotherapie, niederfrequente Therapie. In dieser Phase
der Vorbereitung wird die Diagnose und der Spielraum der           > Diagnose
Diagnose, nämlich die Differentialdiagnose genannt, dass heisst, > Differentialdiagnose
es werden solche relevanten Verhaltensmuster besprochen,
die auf das zentrale Konfliktthema und der neurotischen
Konfliktverarbeitung
hinweisen. Am Ende der Therapieein-        > Neurotische Konfliktverarbeitung
leitung wird das zentrale Beziehungskonfliktthema benannt.

Therapiebeginn
Bevor die Therapie beginnt, wird ein formaler Antrag auf
Psychotherapie gestellt, der der Krankenversicherung zu-
geleitet wird, und je nach Antrag (KZT oder LZT) wird in
einem Zeitraum von 2-3 Wochen über die Bewilligung einer
Psychotherapie in Form eines Anerkennungsbescheides
entschieden. Diese Antragsstellung erfüllt die Verpflichtung,
vereinbarte Termine, in der Regel ein- bis zweimal pro
Woche, einzuhalten, ebenso wird die Verpflichtung erfüllt,
dass der Therapieplatz frei gehalten wird.

Therapeutische Hilfestellung
Im therapeutischen Geschehen kommt eine besondere
humane Fähigkeit zur Geltung, Erlebnisse und Begegnungen
im psychosozialen Alltag erscheinen in emotionalen Bildern
der Erinnerung; und in der therapeutischen Beziehung rücken
solche Erinnerungen in das Zentrum der Aufmerksamkeit,
und dabei erweitert sich diese Fähigkeit um ein Vielfaches,
da das Erleben einer inneren Betrachtung zugänglich wird.
Diese besondere Betrachtungsweise ist der Rahmen
einer therapeutischen Beziehung, in der sich die
Begegnung mit sich selbst und dem Therapeuten abspielt,
gleichzeitig entsteht ein Prozess der Wechselseitigkeit,
auf der einen Seite verhält sich der Patient verbal oder
nonverbal, auf der anderen Seite löst dies im Therapeuten
entsprechend emotionale Vorstellungen aus, die auf einer Art innerer Bühne

hin und her bewegt werden, bis der Therapeut eine Intervention  > Intenvention
gestaltet, die dann möglich wird, wenn die Spannungs-
situation emotional greifbar bzw. identifiziert wurde.                     > Identifikation
Entsprechend der zurückhaltenden Rolle des
Therapeuten sind solche Einmischungen nur indirekt, er
gibt keine Direktiven, Tipps oder gutgemeinte Ratschläge,
sondern er ist bestrebt, Symbole des Verstehens für das               > Symbole
Verhalten in der Wechselseitigkeit anzubieten, damit der Patient nun

seinerseits Vermutungen anstellt, sein Verhalten in der Konflikt-
situation lernt zu verstehen, zumindest davon eine vage
Ahnung bekommt. An solchen Ahnungen und Vermutungen
ist das Unbewußte beteiligt, diese inneren Vorgänge werden         > Unbewußtes
im Verlauf des therapeutischen Prozesses erschlossen, und
inwieweit dieser Prozess den Erwartungen entspricht, die
an die Behandlung herangetragen wurden, das steht auf
einem anderen Blatt, was sicherlich mit dem Ertragen von
Enttäuschungen verknüpft ist.

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